Mit dem Zug reisen nach Ungarn

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Mit dem Zug nach Ungarn

Bild: GELEFIN / Shutterstock.com

Das Verkehrsnetz der Ungarischen Staatsbahnen ist heute bestens mit den Netzen der Nachbarländer harmonisiert, weshalb Bahnfahrten von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu den touristischen Zielen in Ungarn in der Regel eine durchaus attraktive Alternative zu anderen Verkehrsmitteln geworden sind.

Budapest hat gute Verbindungen zu 25 Hauptstädten in Europa; täglich verkehren über 50 internationale Züge von und nach der ungarischen Hauptstadt. Dank einer Kombination aus Direktverbindungen und günstigen Anschlüssen ist sie auch von den entlegensten Winkeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz in aller Regel in weniger als 15 Stunden erreichbar.

Möchte man zu einem Ziel östlich oder südlich von Budapest reisen, muss man allerdings in der Regel in der ungarischen Hauptstadt umsteigen.

In der Regel kommen die Fernzüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Bahnhof Keleti von Budapest (Budapester Ostbahnhof) an. Eine Weiterfahrt erfolgt entweder ebenfalls von hier oder von einem der weiteren großen Bahnhöfe in Budapest, dem Westbahnhof (Nyugati pályaudvar) oder Südbahnhof (Déli pályaudvar). Das Umsteigen können Sie entweder mit dem Taxi erledigen oder – verhältnismäßig unkompliziert – mit der Budapester Metró.

So gelangen Sie mit der Metró zum Westbahnhof: Zunächst Linie M2 Richtung Déli pályaudvar bis zur Haltestelle Deák tér (3. Haltestelle). Dort Linie M3 Richtung Újpest-Központ bis zur Haltestelle Nyugati pályudvar (2. Haltestelle).

So gelangen Sie mit der Metro zum Südbahnhof: Linie M2 bis zur Endhaltestelle Déli pályaudvar.

Tickets

Fahrkarten kann man in den U-Bahnstationen oder an Tabaks- bzw. Zeitungskiosken kaufen. Die Fahrscheine müssen vor Reiseantritt entwertet werden. Die Entwerter stehen am Eingang zu den Stationen.

Hinweis: Rentner ab dem 65. Lebensjahr aus Staaten der Europäischen Gemeinschaft (EU) fahren kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Budapests. Voraussetzung ist ein gültiger Lichtbildausweis, den man dem Schaffner vorzeigen kann.

Hilfreiche Vokabeln

  • Bejárat = Eingang
  • Kijárat = Ausgang
  • felé = Richtung
  • Indul: Abfahrt
  • Érkezik: Ankunft
  • Vágány: Bahnsteig/Gleis

Züge

Die gängigen Zugtypen sind:

  • Személyvonat (Personenzug).
  • Sebesvonat (Schnellzug bzw. Eilzug); oft Sitzplatzreservierung erforderlich.
  • Hinweis: Seit dem 15. Mai 2013 wurde ein Zuschlag (ungar.: pótjegy) für Schnell- und Eilzüge eingeführt. Der Zuschlag – es gibt Ausnahmen – ist entfernungsabhängig. Bei der Verspätung eines zuschlagpflichtigen Zuges erhält der Reisende eine Entschädigung von 25 Prozent (ab 30 Minuten) bis 50 Prozent (ab 120 Minuten). Dem Entschädigungsformular muss die vom Schaffner ausgegebene Verspätigungsbescheinigung immer beigefügt sein.
  • IC (Intercity) bzw. EC (Eurocity); Sitzplatzreservierung und IC-/EC-Zuschlag erforderlich.

Sonstige Hinweise:

  • Rauchen: In Zügen, die in dem Fahrplan als Nichtraucherzüge angeführt sind, ist das Rauchen auch dann verboten, wenn es in den einzelnen Wagen nicht angegeben ist. Das Rauchen ist in den Toiletten, Korridoren und Vorräumen der Nichtraucherwagen ebenfalls verboten!
  • Fahrräder: Viele Züge führen einen extra (und entsprechend gekennzeichneten) Wagen für Fahrräder mit. Ansonsten müssen Fahrräder im ersten oder letzten Wagen befördert werden. Die Kosten sind 25% des vollen Fahrpreises für ein Ticket in der zweiten Klasse.
  • Rentner: Rentner ab dem 65. Lebensjahr aus Staaten der Europäischen Gemeinschaft (EU) fahren kostenlos in der zweiten Wagenklasse der Ungarischen Staatsbahnen. Voraussetzung ist ein gültiger Lichtbildausweis, den man dem Schaffner vorzeigen kann.
  • Bahnsteige: Der Abstand zwischen Ein-/Ausstieg am Waggon und Bahnsteig ist oft größer als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vorsicht! Sturzgefahr!
Monika Michel
WRITTEN BY

Monika Michel

Monika Michel ist unsere Mittelmeer-Expertin. Monika verbringt die Hälfte des Jahres auf Mallorca und kennt sich im Mittelmeer und drumherum gut aus. Des Weiteren arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Redakteurin für einige Verlage und Onlineblogs, wie auch für Travelnet Online.