Praktikum im Ausland – nur wohin?

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Praktikum im Ausland

Ein Praktikum im Ausland hat viele Vorteile, unter anderem, das du deine Persönlichkeit stärkst, interkulturelle Kompetenzen erwirbst, deine Fremdsprachenkenntnisse verbesserst und erste Berufserfahrungen sammelst. Deshalb planst du also ein Auslandspraktikum, nur du weißt nicht, wohin? So wir dir, geht es vielen, denn in jungen Jahren hat man meist noch nicht viele Kontinente bereist und weiß daher gar nicht um die prinzipiellen Unterschiede pro Land und Kontinent. Deshalb nachfolgend eine ganz grobe Orientierung, welche Länder und Kontinenten sich für ein Auslandspraktikum eignen.

Praktikum in Europa

Europa ist ein abwechslungsreicher Kontinent. Neben geschichtsträchtigen Ländern und hohem medizinischem Standard besticht der Kontinent durch faszinierende Landschaften und kann eine gute Wirtschaft vorweisen. Sehenswert sind beispielsweise die Geysire in Island, Stonehenge in Großbritannien, die verwinkelten Straßen und der Eiffelturm in Paris, Fjorde in den skandinavischen Ländern oder endlos weiße Strände. Europa ist wunderbar, um dort zu leben, aber auch um dort zu arbeiten. Viele Firmen bieten jungen Menschen die Chance, Praktika zu absolvieren. Gerne vergeben diese auch einen der begehrten Plätze an gut ausgebildete Arbeiter aus dem Ausland. Wichtig ist, sich ausreichend über das Land, in das du einreisen und arbeiten möchtest, zu informieren.

Gründe für ein Praktikum in Europa

Durch die gezielte Förderung der Europäischen Union ist es für dich viel sicherer und einfacher, im europäischen Raum eine Praktikumsstelle zu erlangen, als auf einem anderen Kontinent. Die sprachlichen Barrieren sind geringer als z. B. im asiatischen Raum. Sehr häufig bezahlen Gastfamilien oder Betriebe Sprachkurse. Zudem ist Englisch weit verbreitet. Ebenso unterschiedlich und faszinierend wie die einzelnen Länder sind auch die Angebote für Praktika und Stellen für Freiwillige. Interessierst du dich für Politik? Wie wäre es denn mit einem Praktikum im EU-Parlament in Brüssel? Auch in anderen Bereichen wie Medizin, Kinderbetreuung, bei sozialen Projekten oder auch im technischen Sektor kannst du viel dazu lernen und Neues entdecken. Nicht allein deshalb, weil du dein fremdsprachliches Niveau beträchtlich steigern kannst. Dein Auslandsaufenthalt wird später bei potenziellen Arbeitgebern von Vorteil sein, denn er vermittelt kulturelle Offenheit und Ehrgeiz.

Deine Freizeit kannst du nutzen, die Kultur und das Volk des Landes kennenzulernen. Du kannst deinen Feierabend am Strand verbringen und an den Wochenenden die kulturellen Stätten in deiner Umgebung erkunden. Zudem sind die Einwohner in der Regel sehr freundlich und offen, es wird dir nicht schwerfallen, Kontakte zu schließen. Deine neuen Bekanntschaften können dir viel zeigen und du wirst das Leben dort und die Mentalität der Menschen kennenlernen. Auch das Nachtleben in Europa kommt in den meisten Ländern nicht zu kurz. Zudem kannst du bei den unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten Touren oder Führungen mitmachen. So wird auch die Freizeit ein kulturelles Highlight und du lernst die Vorzüge Europas kennen. 

Allgemeine Voraussetzungen für ein Praktikum in Europa

Das Praktikum sollte relevant für dein Studium bzw. deine Ausbildung sein, wähle es dementsprechend aus.  Voraussetzungen für ein Praktikum in Europa sind:

  • Alter zwischen 18 und 35
  • gültiger Reisepass (ggf. Personalausweis) und Versicherungsschutz
  • Wenn du im 2. Semester studierst oder bei Berufsfachschulen, muss extra auf ein Praktikum im (europäischen) Ausland verwiesen werden.
  • gute Englischkenntnisse
  • schriftliche Zusage der Praktikumsstelle
  • finanzielle Sicherheiten muss nachgewiesen werden
  • Straffreiheit (ggf. Mitführen eines polizeilichen Führungszeugnis)
  • u. U. ein international gültiger Führerschein

Besonderheiten für ein Praktikum in Europa

Den Einwohnern der EU steht es frei, ohne Visum in Länder der Europäischen Union einzureisen und dort zu arbeiten. Die zeitliche Dauer eines Praktikums muss in den Bestimmungen der jeweiligen Ausbildungen geregelt sein. Dafür gibt es ein spezielles Formblatt, welches vorgelegt werden muss. Das Praktikum muss mindestens 12 Wochen betragen, sonst besteht die Möglichkeit, dass entsprechende finanzielle Unterstützungen gestrichen oder gekürzt werden. In manchen Ländern der EU ist es wichtig, dass du dich bei der örtlichen Polizei meldest. 

Praktikum in Nordamerika

Wenn du nicht nur in fachlicher Hinsicht einiges dazulernen willst, sondern dir auch privat eine einzigartige Erfahrung bescheren willst, liegst du mit einem Praktikum in Nordamerika genau richtig. Nicht ohne Grund zählen die USA und Kanada zu den beliebtesten Zielen für Auslandspraktika: Beide Länder locken mit Wirtschaftskraft und guten Jobaussichten sowie mit vielseitigen Natur- und Städtelandschaften. Eben diesen unterschiedlichen Aspekten wirst du dich während deines Praktikums eingehend widmen können. Die Zeit kann für dich die ideale Möglichkeit sein, karrieretechnisch durchzustarten, ohne gleichzeitig den Spaß aus dem Auge zu verlieren. Im Gegenteil, sowohl die USA als auch Kanada garantieren einen unvergesslichen und abwechslungsreichen Auslandsaufenthalt.

Gründe für ein Praktikum in Nordamerika

Zahlreiche Gründe sprechen für ein Praktikum in den USA oder Kanada. Egal aus welchem Fachbereich oder welcher Branche du kommst, ist eine entsprechende Auslandserfahrung eine hervorragende Referenz. Während dieser Zeit wendest du dein theoretisches Wissen in der täglichen Praxis an und schnupperst gleichzeitig internationale Arbeitsluft. In deinem Team wirst du dich mit anderen Arbeitsmethoden und Fragestellungen konfrontiert sehen und dadurch dein Fach aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Selbstverständlich werden sich deine Englischkenntnisse während der Zeit immens verbessern.

Deine Freizeit kannst du dann dazu nutzen, Land und Leute näher kennenzulernen und weitere Eindrücke sammeln. Sehr wahrscheinlich gewinnst du – als Fremde(r) – im Land außerdem ein neues Bewusstsein für den Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen. Sowohl die USA als auch Kanada sind traditionelle Einwanderungsländer und Fremden gegenüber aufgeschlossen. Sie werden es dir nicht schwer machen, neue Kontakte zu knüpfen.

Allgemeine Voraussetzungen für ein Praktikum in Nordamerika

Die allgemeinen Voraussetzungen für ein Auslandspraktikum in Kanada und USA sind in etwa ähnlich. Zunächst muss das Praktikum für dein Studium bzw. deine Ausbildung relevant sein. Außerdem solltest du…

  • zwischen 18 und 35 Jahren alt sein
  • einen gültiger Reisepass und Versicherungsschutz besitzen           
  • dich im Vollzeitstudium (ab dem zweiten Fachsemester) oder in einer Ausbildung (nach dem ersten Jahr) befinden
  • gute Englischkenntnisse (in der Regel über einen standardisierten Test wie TOEFL oder IELTS) nachzuweisen
  • eine schriftliche Praktikumszusage haben
  • ausreichende finanzielle Mittel nachweisen
  • straffrei sein (nachzuweisen durch ein polizeiliches Führungszeugnis)

Besonderheiten für ein Praktikum in Kanada

Je nach Lebensphase gibt es zwei unterschiedliche Visums-Optionen für dein Kanada-Praktikum: Falls du Student oder Auszubildender bist, kannst du an dem Teilprogramm „International Co-op“ des Youth Mobility Program (YMP)“ teilnehmen. Stehst du bereits im Berufsleben, so bietet sich das YMP-Teilprogramm „Young Professionals“ im Rahmen einer Fortbildung an. Mit beiden darfst du ein Jahr im Land bleiben und bei einem beliebigen Arbeitgeber arbeiten.

Besonderheiten für ein Praktikum in den USA

Ein USA-Praktikum ist an das J1-Visum gebunden. Dessen Antrag verläuft mehrstufig: Zunächst wird dir mit Hilfe eines „Legal Sponsor“, also einer staatlich registrierten Organisation, eine Praktikumsstellen vermittelt (den Kontakt nimmst du am einfachsten über eine Vermittlungsagentur auf). Nach der schriftlichen Zusage der Stelle übermittelt der „Legal Sponsor“ dir das sogenannte DS-2019 Formular, das wiederum die Basis für den Visumsantrag ist. In einem letzten Schritt wirst du dann zu einem Kurzinterview in die US-Botschaft eingeladen. Dabei wird dich ein Mitarbeiter nochmal persönlich nach deiner Reisemotivation befragen.

Praktika in Afrika

In ganz Afrika gibt es Probleme in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, Kultur und Co. Mach es dir bei einem Praktikum in Afrika zur Aufgabe, Menschen und besonders Kindern in Notsituationen zu unterstützen und zugleich unterschiedliche Arbeitsprozesse kennenzulernen. Die Arbeit auf einem Kontinent mit einer so reichen und schönen Natur wie Afrika wird dich auch persönlich in vielerlei Hinsicht bereichern: sprachlich, aber auch kulturell und sozial. Deinem zukünftigen Arbeitgeber zeigst du damit ein hohes Maß an Engagement und Motivation. Als Länder für ein Praktikum in Afrika kommen etwa Südafrika, Namibia und Ghana, Togo oder Kenia infrage.

Gründe für ein Praktikum in Afrika

Einen Freiwilligendienst auf dem Kontinent Afrika zu absolvieren, kann viele Vorteile haben. Oft werden in afrikanischen Ländern zwei oder sogar mehr Sprachen gesprochen – ein Relikt aus Kolonialzeiten. Eine Reise nach Afrika lohnt sich also, um je nach Land deine Französisch- und/oder Englischkenntnisse aufzufrischen und dich gegebenenfalls mit einer weiteren Sprache vertraut zu machen. Hast du vor, später einmal bei einer NGO zu arbeiten, so ist ein Praktikum im Ausland gar Voraussetzung für deine spätere Karriere in diesem Sektor.

Wenn du möchtest, kannst du deinen Aufenthalt auch mit einer Rundreise durch Afrika verbinden. Die einzelnen Länder des Kontinents unterscheiden sich zum Teil in vielerleit Hinsicht – gerade was Kultur und Traditionen angeht. Daher ist eine Reise über die Landesgrenzen hinaus nicht nur interessant, sondern auch besonders lehrreich.

Allgemeine Voraussetzungen für ein Praktikum in Afrika

Vor deiner Afrika-Reise solltest du unbedingt sicherstellen, dass du:

  • mindestens 18 Jahre alt bist (manchmal gibt es außerdem eine individuelle Altersobergrenze für ein Praktikum).
  • über gute Grundkenntnisse in Englisch verfügst. Weitere Sprachkenntnisse sind von Vorteil.
  • geimpft bist. Welchen Impfungen du dich im Einzelnen unterziehen solltest, erfährst du auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes des jeweiligen Landes.
  • ein finanzielles Polster hast, um für Verpflegung und Freizeitaktivitäten selbst aufkommen zu können.
  • eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hast. Eventuell musst du die Kosten einer etwaigen medizinischen Behandlung erst einmal bar zahlen, diese werden aber nachträglich von deiner Krankenkasse erstattet.
  • ein gültiges Visum hast. Für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten genügt ein Touristenvisum. Verlängert sich dein Praktikum allerdings, benötigst du einen gültigen Reisepass mit Lichtbild, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate lang gültig ist.

Um dir deinen Start in eine fremde Kultur zu erleichtern, solltest du dich im Vorfeld außerdem genau über die Gegebenheiten des Landes sowie die Traditionen und Regeln erkundigen.

Besonderheiten für ein Praktikum in Afrika

Es ist ratsam, über eine Organisation, die dir einen Praktikumsplatz vermittelt, nach Afrika zu reisen. Diese kenne die Einreisevoraussetzungen und Gegebenheiten eines Landes und können dir auch während deiner Reise wichtige Fragen beantworten oder dich bei auftretenden Problemen unterstützen. Die Unterkunft und Verpflegung sollte von dem Projekt, in dem du tätig sein wirst, zur Verfügung gestellt werden.

Für ein Praktikum in Afrika erhältst du zwar keinen Lohn, allerdings werden dir die dankenden Gesichter der Kinder und Erwachsenen in Not Belohnung genug sein. Denn was gibt es Schöneres als das Gefühl, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen hilfsbedürftiger Menschen geleistet zu haben?!

Praktikum in Südamerika

Mit einem Auslandspraktikum in Südamerika erweiterst du deinen persönlichen Horizont, was letztlich auch in der Arbeitswelt Vorteile bringt. Du hast eine große Ortsauswahl: Ein Auslandspraktikum in Südamerika kannst du unter anderem in Chile, Kolumbien, Argentinien, Costa Rica, Ecuador oder Brasilien absolvieren. Die Länder haben unterschiedliche Vor- und Nachteile und verschiedene klimatische Verhältnisse. Du solltest dich zunächst ausgiebig über die einzelnen Länder informieren, bevor du dich für eines entscheidest.

Gründe für ein Praktikum in Südamerika

Südamerika bietet viel Abwechslung – sowohl was die Bevölkerung angeht als auch im Bezug auf seine Landschaften und Klimazonen. Du lernst hier eine völlig andere Umgebung kennen, inklusive der stark von Europa abweichenden Tier- und Pflanzenwelt. Auch das Leben läuft hier in einem anderen Tempo ab. Die Südamerikaner sind in vielerlei Hinsicht hitziger als die Europäer, in anderer aber dafür gelassener. So lernst du eine andere Denkweise kennen.

In Südamerika wird Spanisch gesprochen – die zweithäufigste Sprache der Welt. Gerade im Berufsleben ist es heute vorteilhaft, neben Englisch eine weitere Fremdsprache zu beherrschen. Hier ist Spanisch die Fremdsprache der Wahl. Verbessere deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch ein Praktikum in Südamerika und besuche am besten gleichzeitig noch einen Sprachkurs. So kannst du deinen Lebenslauf für Arbeitgeber interessanter gestalten.

Allgemeine Voraussetzungen für ein Praktikum in Südamerika

Für ein Praktikum in Südamerika benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer lediglich einen gültigen Reisepass, da ein Praktikum in Südamerika in der Regel nicht entlohnt wird. Bei der Einreise erhältst du automatisch ein Touristenvisum ausgestellt. Dieses ist (je nach Land) zwischen 21 und 90 Tagen gültig, kann aber gegen Gebühr vor Ort unbegrenzt häufig verlängert werden. Die entsprechenden Papiere musst du während deines Aufenthaltes immer bei dir tragen. Ein Studentenvisum ist ebenfalls möglich, bringt dir aber im Vergleich zum Touristenvisum keine Vorteile.

Für ein Praktikum in Südamerika benötigst du ferner eine Auslandskrankenversicherung, die du am besten bei deiner Krankenversicherung erfragst. In vielen Ländern sind gute Spanischkenntnisse erforderlich, in anderen reichen gute Englischkenntnisse aus. Empfohlen wird ein bestehender Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Außerdem musst du über ausreichende finanzielle Mittel verfügen.

Besonderheiten für ein Praktikum in Südamerika

Da dir in Südamerika unterschiedliche Länder für ein Praktikum zur Auswahl stehen, solltest du im Vorfeld Erkundigungen über die einzelnen Länder einziehen. Es finden sich hier eine Vielzahl an Praktikumsmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen. Costa Rica beispielsweise ist wie geschaffen für Praktika im Bereich Umwelt- und Naturschutz sowie bei diversen Stiftungen. Kolumbien ist in sämtlichen wirtschaftlichen Bereichen zu empfehlen, wie beispielsweise Marketing oder im Bekleidungsbereich. Praktikumsbörsen helfen dir bei der Suche weiter. Oft gibt es hier Altersgrenzen, die beachtet werden müssen.

Wie teuer dein Aufenthalt in Südamerika wird, hängt stark von dem gewählten Land ab. In Südamerika sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Europa jedoch eher gering, vor allem, was Lebensmittel angeht. Die Kosten für einen Flug nach Südamerika liegen in der Regel zwischen 400 und 1000 Euro. Je nach Reisezeit und Fluganbieter variieren die Kosten hierfür jedoch enorm. Die Verlängerung deines Touristenvisums kostet um die 100 US-Dollar. Die genauen Kosten sind jedoch von Land zu Land unterschiedlich.

Praktikum in Asien

Du möchtest ein Auslandspraktikum machen und gleichzeitig eine fremde Kultur entdecken? Dann bist du in Asien genau richtig. Zwischen Tempeln, bunten Trachten und rauschenden Feierlichkeiten kannst du hier praktische Erfahrungen sammeln. Früher war die Sprache eine große Barriere für ein Praktikum in Asien. Doch auch dort gewinnt die englische Sprache immer mehr an Bedeutung und gerade in großen internationalen Firmen wie in Thailand ist Englisch inzwischen die Firmensprache. Je nach Firma und Angebot kann ein Englischkurs angeboten werden. Bei einem Praktikum in Asien geht es jedoch weniger um das Erlernen oder Verbessern der englischen Sprache, als viel mehr um die fachlichen Fähigkeiten.

Gründe für ein Praktikum in Asien

Als aufstrebende Wirtschaftsmacht bietet Asien dabei Praktikumsplätze in den verschiedensten Beschäftigungsfeldern. Im sozialen Bereich sind Praktika in Krankenhäusern oder Bildungseinrichtungen möglich. Wirtschaftsstudenten können sich in Bereichen wie Marketing, Vertrieb oder Finanzen einbringen. Auch Praktika in den Branchen Tourismus oder Export sind möglich. Vorkenntnisse sind nicht in allen Berufsfeldern notwendig. Für einige Stelle (beispielsweise im Krankenhaus) sind aber erste Erfahrungen durch ein Studium sinnvoll, wünschenswert oder gar Voraussetzung. Es lohnt sich, auf diesem exotischen, vielseitigen Kontinent Arbeitserfahrung zu sammeln: Du kannst deine Qualifikationen vertiefen und gleichzeitig eine neue, spannende Kultur für dich entdecken.

Allgemeine Voraussetzungen für ein Praktikum in Asien

  • Da gute Englischkenntnisse eine grundsätzliche Voraussetzung sind, wird ein Praktikum in Asien vor allem für junge Erwachsene mit Schulabschluss empfohlen. Sie sollten neben Interesse an einer neuen Kultur vor allem auch die entsprechende Anpassungsfähigkeit und das Feingefühl für diese mitbringen.
  • Aufgrund des warmen Wetters ist eine gewisse Grundfitness von Vorteil. Die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit können sonst, gerade bei schlechtem Gesundheitszustand, zu einem Problem werden.
  • Auch ist ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit notwendig um sich in einem fremden Land oder Kontinent zurechtzufinden. Auch deswegen liegt das Mindestalter für ein Auslandspraktikum in Asien oft bei 18 oder gar 20 Jahren.

Besonderheiten für ein Praktikum in Asien

Man sollte beachten, dass für ein Praktikum in Asien immer eine Einladung durch die jeweilige Firma, das zuständige Ministerium oder ein öffentliches Büro ausgesprochen werden muss. Ohne eine solche Geschäftseinladung ist die Beantragung eines Visums für einen längeren Zeitraum oft nicht möglich.

Ebenfalls notwendig ist ein gültiger Reisepass, dessen Gültigkeit noch bis (je nach Land) teilweise 6 Monate nach Ausreise Bestand haben muss. Eine passende Auslandskrankenversicherung ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn auch nicht immer vorgeschrieben.

Zudem gelten für viele asiatische Länder zahlreiche Impfempfehlungen, die unbedingt berücksichtigt werden sollten. Eine verbindliche Aussage zum gewünschten Land trifft das Tropeninstitut. Wichtig zu wissen ist hier vor allem, dass einige Impfungen längeren Vorlauf benötigen und teilweise eine Mehrfachimpfung über einen längeren Zeitraum vonnöten ist. Ein genereller Gesundheitscheck sollte daher rechtzeitig vor der Ausreise durch den Hausarzt vorgenommen werden.

Auch der Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für den Aufenthalt ist für einige asiatische Länder vorgeschrieben. Für längere Aufenthalte (länger als sechs Monate) ist teilweise ein Gesundheitszeugnis notwendig.

Die Unterbringung in Asien erfolgt meist in Apartments im WG-Stil. Dort leben in der Regel mehrere Praktikanten aus verschiedenen Ursprungsländern zusammen und verpflegen sich selbst. Das Leben in einer Gastfamilie ist aufgrund der kulturellen Eigenheiten eher selten. In einzelnen Ländern kann aber auch dies möglich sein.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, steht einem spannenden Auslandspraktikum in Asien nichts mehr im Wege.

Praktika in Ozeanien

Ozeanien zieht Menschen schnell in seinen Bann: Eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, wunderschöne Natur, lebhafte Städte und offene, freundliche Menschen hat der Kontinent zu bieten. Viele zieht es in diese abwechslungsreiche Region. Wenn auch du diesen schönen Fleck Erde kennenlernen möchtest, solltest du ein Auslandspraktikum in Ozeanien in Betracht ziehen. So kannst du Abenteuer und berufliche Chancen miteinander kombinieren.

Gründe für ein Praktikum in Ozeanien

Ozeanien bietet viele Möglichkeiten für ein Auslandspraktikum. Diese Praktika werden vorwiegend in Australien und Neuseeland angeboten, die kleineren Inseln dieser Regionen bieten diese Möglichkeit nicht. Die Australier und Neuseeländer sind sehr tier- und umweltverbunden, so dass du in diese Bereiche völlig neue Einblicke bekommst. Vielleicht änderst du in mancherlei Hinsicht sogar deine Einstellung? Die neu gewonnenen Eindrücke werden dich auf jeden Fall bereichern.

Aber auch in der Berufswelt macht ein Auslandspraktikum in Ozeanien sehr viel Eindruck. Zum einen beweist du hierdurch Mut, da du immerhin bereit bist, alleine das Berufsleben am anderen Ende der Welt zu erkunden. Zum anderen verbesserst du deine sozialen Kompetenzen, Fach- und natürlich auch deine Sprachkenntnisse. In Ozeanien wird vorwiegend Englisch gesprochen, vor allem in Australien und Neuseeland. In der Berufswelt ist Englisch heute die wichtigste Sprache überhaupt und aus den meisten Bereichen gar nicht wegzudenken. Gute Englischkenntnisse wirken sich demnach förderlich auf deine Karriere aus.

Allgemeine Voraussetzungen für ein Praktikum in Ozeanien

Um ein Praktikum in Australien absolvieren zu können, musst du zunächst ein Visum beantragen. Hier gibt es verschiedene Visa. Sowohl in Australien als auch in Neuseeland kannst du mittels Working Holiday und Studentenvisum einreisen. In Australien wird außerdem noch das Occupational Trainee Visum häufig genutzt und in Neuseeland kannst du auch mit einem Arbeitsvisum die Praktikumstätigkeit aufnehmen. Da Praktika in Ozeanien eher selten sind, wirst du mit einem Studentenvisum wenig Glück haben, es sei denn, die Organisation wird von der Hochschule übernommen. Sofern du ein bezahltes Praktikum durchführst, musst du auf jeden Fall ein Arbeitsvisum beantragen. Das häufigste Visum ist das Working Holiday Visum, welches nur für deutsche Staatsangehörige möglich ist. Die weiteren Voraussetzungen sind:

  • ein Alter zwischen 18 und 30 Jahren bei Beantragung
  • ein gültiger, deutscher Reisepass
  • eine Krankenversicherung, die für die gesamte Praktikumsdauer gültig ist
  • ein gültiges Rückflugticket
  • ausreichende finanzielle Mittel (in Australien derzeit 3.200 Euro bei Einreise, in Neuseeland mindestens 4.200 Neuseeländische Dollar, was etwa. 2.100 Euro entspricht)

Besonderheiten für ein Praktikum in Ozeanien

Die Praktikumszeit darf mit dem Working Holiday Visum 12 Monate nicht überschreiten. Außerdem kannst du es nur einmal im Leben beantragen. In Australien darfst du damit außerdem nicht mehr als 24 Wochen beim selben Praktikumsgeber tätig sein. Es gibt aber auch andere Visa. Für Österreicher empfiehlt sich in Neuseeland vor allem das Visum INZ 1015 und in Australien das Visum 416, welche von Vermittlungsorganisationen häufig genutzt werden. Außerdem wird das Visumsformular 416 auch für ein Occupational Trainee Visum benötigt, welches häufig von Studenten für ein Praxissemester in Anspruch genommen wird. Für dieses wird ein Schreiben von der Hochschule oder dem Arbeitgeber benötigt, in welchem die Gründe für das Praktikum benannt sein müssen.

Frank Schuster
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Frank Schuster

Frank Schuster ist Reiseverkehrskaufmann und arbeitet in einem Reisebüro in Münster. Sein Steckenpferd ist die Ostsee, denn hier ist er auch privat regelmäßig unterwegs. Deshalb verantwortet Frank bei Travelnet-Online vor allem den Ost- und Nordsee Bereich und bringt sich mit vielen nützlichen Reisetipps bei uns ein.